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Es gibt wohl kaum ein Thema, über das sich so leicht berichten lässt und das in dieser Hinsicht so krisenfest ist wie kaum ein anderes, wie jenes der Gesundheit. Überall, und sei es in Printmedien oder im Internet, werden regelmäßig verschiedenste Gesundheitstipps zum Besten gegeben. Oftmals hat man das Gefühl, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, wenn man versucht all diesen wohl gemeinten Ratschlägen Folge zu leisten. Also, welche Tipps sollte man wirklich befolgen und wo kann man Abstriche machen?

Im Grunde genommen ist es nicht besonders schwer, der Antwort auf diese Frage auf die Schliche zu kommen. Denn es gibt einige grundlegende Dinge, an deren Gültigkeit es nichts zu rütteln gibt. Als erste grundlegende Wahrheit gilt die Ernährung. Gesunde bzw. ungesunde Ernährung ist möglicherweise die unmittelbarste, beeinflussende Größe darauf, wie gesund oder wie ungesund jemand ist. Gesund leben heißt auch gesund essen. Tierische Fette und kurzkettige Kohlenhydrate (in Süßigkeiten, Weißbrot etc.) sollten eher Ausnahme und nicht die Regel sein. "Du bist was du isst.", sagt eine alte Binsenweisheit. Das Problem mit solchen "Binsenweisheiten" besteht darin, dass sie als derart selbstverständlich angesehen werden, dass sie keiner weiteren Erwähnung bedürfen. Allerdings führt diese Haltung leicht dazu, dass man sich ihre grundlegende Wahrheit nicht in dem Maße vergegenwärtigt, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Falsche oder grob einseitige Ernährung ist einer der Hauptrisikofaktoren für zahlreiche Erkrankungen und Mangelerscheinungen. Verschärft wird dieses Problem dadurch, dass wir mittlerweile eine "Esskultur" (gemessen an all den Fertiggerichten ein reichlich überdehnter Begriff) pflegen, in der man sich kaum noch Zeit nimmt, ein Gericht selbst zuzubereiten. Dies sorgt natürlich zusätzlich dafür, dass sich immer weniger Menschen tätig mit Ernährung auseinandersetzen.

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Die andere grundlegende Wahrheit besteht darin, dass man sportlich aktiv sein muss. Der Mensch ist ein Bewegungstier! Der menschliche Körper ist, von der athletischen Veranlagung her, dazu in der Lage, Ausdauerleistungen zu erbringen, wie kaum ein anderes bodenbewohnendes Säugetier! Allein diese Tatsache ist ein offenkundiger Beweis dafür, dass Sport ein essentielles, körperliches Bedürfnis ist. Dem steht jedoch die Einseitigkeit im Berufsleben gegenüber. Viele Menschen betätigen sich kaum körperlich, während sie an der Arbeit sind. Dies trifft natürlich vor allem auf die bürokratischen Berufe zu. Anders ist die Situation bei den Handwerkern. Diese Arbeiten zwar in der Tat körperlich. Jedoch liegen dort meist sehr einseitige Belastungen vor, sodass nicht von gesunder, physischer Betätigung im Sinne von Sport und Bewegung die Rede sein kann.

Wer seine Gesundheit hegen und pflegen möchte, dem wird vor allem die Moral und Disziplin abverlangt, Versuchungen zu widerstehen. Man entscheidet sich mehr Zeit in gutes Essen (selbst zubereiten!) und Sport zu investieren, anstatt das Gewissen mit einer ruhigen Kugel zu überrollen und sich den Geschmacksstoffen hinzugeben. Wer diese grundlegenden Ratschläge beherzigt und vor allem befolgt, der braucht auch sonst nicht mehr viele andere Gesundheitstipps zu beachten. Vor allem wird man feststellen, dass man auf lange Sicht ungleich zufriedener (und besser!) lebt, als es die kurzfristigen Befriedigungen von Müßiggang und Geschmacksstoffen jemals zu Stande bringen könnten.